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Mietwagen in Faro ist die Eintrittskarte zur Algarve. Anders als in Lissabon und Porto ist die Antwort hier fast immer ja: Der ÖPNV ist dünn, und die schönsten Buchten zwischen Lagos und Tavira enden auf einer Schotterpiste. Die Algarve gehört zu den beliebtesten Sommerzielen der Deutschen — TUI fly, Eurowings und Condor fliegen aus Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München direkt nach Faro.
Die meisten holen den Wagen direkt am Flughafen Faro ab. Von dort fahren sie zur Villa oder Ferienwohnung und erkunden fünf bis sieben Tage die Küste — Strände, Benagil, Cabo de São Vicente.
Autos werden vorab anhand echter Fotos und Bewertungen früherer Mieter ausgewählt.
Kleinwagen ab 15–22 € pro Tag in der Nebensaison und 35–80 € im Juli und August. Optimum: April–Mai und September–Oktober mit 18–25 °C, angenehmen Preisen und ruhigen Stränden.
Wo das Auto abholen: Flughafen FAO
Der Flughafen Faro (FAO) ist der größte Mietwagen-Hub Portugals: über 30 Anbieter an einem Ort. Der Wettbewerb hält die Preise niedriger als an OPO und LIS, besonders außerhalb der Hauptsaison. Aus Deutschland fliegen Eurowings, Condor und TUI fly direkt von den meisten Hubs in 3,5 Stunden.
Mietstationen und Shuttle
Alle großen internationalen Marken und portugiesischen Lokalpartner — darunter Centauro — teilen sich die gemeinsame Mietwagenhalle. Bei den internationalen Ketten geht es per kurzem Shuttle zum Parkplatz; lokale Partner empfangen am Ausgang oder liefern direkt zur Villa.
Eine Familie mit zwei Kindern und Bodyboards umging die Shuttle-Schlange komplett — der Wagen stand schon vor Ausgang 4 bereit, die Adresse der Villa in Vilamoura war im Google Maps des Fahrers eingegeben.
Preise, Saison, Buchung
Kleinwagen (Clio, 208, Fiat 500) — 15–22 € pro Tag in der Nebensaison und 35–80 € im Juli–August. Automatik 25–40 % teurer.
Von November bis März wird der Wagen oft für einen Monat oder länger gebucht. Briten, Niederländer und vor allem deutsche Senioren überwintern an der Algarve — der Langzeittarif wird im Voraus geplant.
Fahren an der Algarve: A22 und N125
Das Hauptmerkmal der Straßen an der Algarve ist die A22 Via do Infante. Anders als die nördlichen Autobahnen mit klassischen Mautstationen funktioniert die A22 als Free-Flow-System: keine Schranken, keine Kassierer, nur Kameras auf den Mautbrücken. Via Verde im Mietwagen bucht automatisch ab.
Ein Gast fuhr zum ersten Mal von Faro nach Lagos und prüfte den Transponder an der Windschutzscheibe nicht — drei Durchfahrten ohne Abbuchung, vier Wochen später kam vom Vermieter die Mitteilung über 120 € plus Bearbeitungsgebühr. Wir übergeben den Wagen mit aktiver Via-Verde-Anzeige und bitten um Bestätigung.
Die kostenfreie Alternative ist die Nationalstraße N125 — parallel zur Küste, 20–30 Minuten langsamer, ohne Maut und oft landschaftlich reizvoller. Auf kurzen Strecken wie Faro → Albufeira oder Faro → Tavira wählen viele genau diese Route.
Sommerspitzen liegen am Wochenende zwischen 17:00 und 19:00 Uhr auf der A22 um Albufeira und Lagos. Auf der A22 gibt es viele Blitzer; Bußgelder werden mit einer Bearbeitungsgebühr von 20–50 € an den Vermieter weitergegeben.
Über Almancil und Loulé zeigt die N125 in einer Stunde die halbe Algarve, und Maut fällt dort überhaupt nicht an.
Die Promillegrenze liegt bei 0,5 ‰ für erfahrene Fahrer und bei 0,2 ‰ für Fahrer mit weniger als drei Jahren Erfahrung. Polizeikontrollen finden am häufigsten in Lagos, Albufeira und an der Sagres-Auffahrt am Samstagabend statt.
Die Tarife in Faro variieren je nach Saison und Mietdauer.
- Januar
- Februar
- März
- April
- Mai
- Juni
- Juli
- August
- September
- Oktober
- November
- Dezember
- Jan
- Februar
- März
- Apr.
- Mai
- Jun
- Jul
- Aug
- Sep
- Okt.
- Nov.
- Dez.
Drei Regeln, die an der Algarve Geld sparen
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Via Verde im Auto bei der Übergabe prüfen
Die A22 ist Free-Flow ohne Schranken, ohne Transponder wird jede Fahrt automatisch zum Bußgeld.
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Die N125 ist die kostenfreie Alternative zur A22
20–30 Minuten langsamer, aber mautfrei und durch echte Algarve-Orte, manchmal sogar interessanter.
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Strandaufpasser bekommen 1–3 € „Trinkgeld"
Formal ist der Parkplatz kostenfrei, doch an der Algarve ist der Brauch lokal, und das Auto ist tatsächlich unter Aufsicht.
Routen mit dem Auto aus Faro
Die Algarve ist kompakt: von Faro zum westlichen Cabo de São Vicente etwa 120 km, zur spanischen Grenze etwa 60 km. Alles ist in rund eineinhalb Stunden erreichbar.
Albufeira, Lagos, Sagres
Albufeira — 40 km auf der A22 (~2,30 € Maut) oder kostenfrei über die N125: typische Algarve-Resorts. Lagos — 90 km über die A22 (~5,30 €): historische Bucht und die Klippen von Ponta da Piedade. Sagres und Cabo de São Vicente — 120 km: südwestlichster Punkt des europäischen Festlands, Leuchtturm, Ozean und beeindruckende Sonnenuntergänge.
Sagres lohnt sich für ein frühes Aufstehen. Der Sonnenuntergang dort ist wirklich besonders: Hier endet der Kontinent, dahinter liegt der Atlantik bis Brasilien.
Tavira, Benagil, Monchique
Tavira — 35 km östlich: ruhiges weißes Städtchen mit römischer Brücke. Benagil — 50 km über Marinha: berühmte Kuppelhöhle, Boote starten am Strand Marinha. Monchique — 70 km in die Berge: Serra, Thermalquellen von Caldas de Monchique, Korkwälder.
Sevilla (Spanien)
Sevilla — 200 km über die A22 + spanische A49 über die Brücke Castro Marim — Ayamonte (1 h 45 min). Beide Schengen-Länder, Grenzübertritt 0–25 € mit Erklärung.
Häufige Fragen
FAO liegt nur 6 km vom Zentrum. Mit dem Auto — 10–15 Minuten, Taxi und Bolt 10–15 €. Die Stadtbusse 14 und 16 fahren ins Zentrum für 2,35 €. Über den Küstenradweg etwa 30 Minuten mit dem Rad. Es ist einer der nahegelegensten Flughäfen Portugals.
FAO ist der größte Mietwagen-Hub Portugals: über 30 Anbieter auf einem Gelände. In den Schultersaison ist der Wettbewerb stark, die Preise oft niedriger als am OPO und LIS. Das bedeutet auch eine größere Modellauswahl und bessere Chance auf gute Angebote bei Frühbuchung.
Lokale portugiesische Anbieter — ja: Lieferung an Villen, Apartments und Hotels in Albufeira, Vilamoura, Lagos, Quarteira und Carvoeiro während der Geschäftszeiten kostenfrei. Frühmorgens und nachts 25–60 €. Internationale Marken arbeiten nur vom FAO-Schalter und aus Stadtbüros.
Die A22 ist die Hauptautobahn der Algarve von der spanischen Grenze bis Lagos. Anders als die Autobahnen im Norden funktioniert die A22 als Free-Flow: keine Häuschen, keine Schranken, nur Kameras. Via Verde im Mietwagen bucht automatisch ab. Ohne Transponder wird die Fahrt zum automatischen Bußgeld.
Ja. Parallel zur Küste verläuft die kostenfreie Nationalstraße N125. Sie ist 20–30 Minuten langsamer, durch kleine Algarve-Orte und oft landschaftlich reizvoller. Auf kurzen Strecken Faro → Albufeira oder Faro → Tavira nehmen viele sie. Auf langen Distanzen spart die A22 deutlich Zeit.
Im Zentrum gilt zonales Parken der Câmara werktags 09:00–19:00, Tarife 0,50–1 €/h. Sonntags und nach 19:00 kostenfrei. Am Bahnhof und in der Altstadt gibt es kostenpflichtige Tiefgaragen für 10–15 € pro Tag. Abschleppwagen gibt es, aber seltener als in Lissabon.
An Wochenenden und im Sommer stehen auf den Strandparkplätzen guardiões — informelle Aufpasser. Sie zeigen einen Platz und passen für 1–3 € „Trinkgeld" auf das Auto. Formal ist der Parkplatz kostenfrei, ein kleines Trinkgeld ist Brauch. Es ist Teil der Küstenkultur, kein Betrug — das Auto ist tatsächlich unter Aufsicht.
Albufeira liegt 40 km westlich. Auf der A22 — etwa eine halbe Stunde, Maut ~2,30 €. Auf der kostenfreien N125 — 45–50 Minuten. An Sommerwochenenden wird die A22 um Albufeira abends langsamer, wenn Urlauber zu den Villen zurückkehren. Im Altstadtparken ist kostenpflichtig; einfacher am Ortseingang abstellen und zur Promenade gehen.
Ja, vor allem für den Sonnenuntergang. Sagres ist 120 km auf A22 + N125, etwa eineinhalb Stunden. Das Cabo de São Vicente ist der südwestlichste Punkt des europäischen Festlands: Leuchtturm, Klippen, offener Atlantik. Parkplatz am Leuchtturm kostenfrei. 50–70 km/h Wind sind auch im Sommer normal.
Benagil liegt 50 km von Faro über Marinha. Das Auto bleibt auf dem kostenfreien Parkplatz am Strand Marinha — von dort starten die Bootstouren zur Höhle. Schwimmen und Betreten der Höhle ist derzeit nicht erlaubt, nur organisierte Gruppen landen drinnen. Manche gehen über den Klippenpfad zwischen den Stränden zu Fuß.
Ja: 200 km auf der A22 plus spanische A49 über die Brücke Castro Marim — Ayamonte, etwa zwei Stunden pro Richtung. Beide Länder sind Schengen, Cross-Border-Gebühr 0–25 € mit Vorab-Erklärung in der Buchung. Ohne Erklärung greift die Versicherung in Spanien eventuell nicht. Auf spanischer Seite gibt es keine Maut.
November bis März ist die Algarve eine der wichtigsten Überwinterungsregionen Europas. Monatsmiete bei lokalen Anbietern liegt bei 350–550 € für einen Kleinwagen und 600–900 € für SUV. Deutsche Senioren sind eine wichtige Zielgruppe, Buchung üblicherweise 1–2 Monate vorab. Daueraufenthalt ist nicht erforderlich.
280 km auf der mautpflichtigen A2, etwa drei Stunden, Maut ~21 €. One-Way-Gebühr (Rückgabe in Lissabon) — 30–80 €. Alternative ist der Alfa Pendular: CP-Zug fährt drei Stunden, Ticket 20–35 €, ohne Fahren. Auto gewinnt, wenn Sie unterwegs in Évora oder im Alentejo halten wollen.
Lohnt sich auf den meisten Routen: Schotterzufahrten zu Stränden, enge Zentren von Lagos und Albufeira sowie Bergstraßen nach Monchique erzeugen viele kleine Schäden. Super CDW reduziert die Selbstbeteiligung auf null und enthält meist Glas, Felgen, Reifen und Unterboden. Am Schalter 8–15 €/Tag, online 20–40% günstiger.
Die A22 ist eine der streng kontrollierten Straßen Portugals: Kameras über die gesamte Länge, Bußgelder ab 60 € bei kleiner Überschreitung bis 600+ € bei großer. Tempolimit auf der A22 — 120 km/h. Stationäre Kameras plus mobile Patrouillen um Lagoa und Alvor. Bußgelder gehen mit 20–50 € Bearbeitung an den Vermieter.