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Mietwagen in Portugal ist weniger ein Extra, sondern eher eine Voraussetzung: Die Hälfte des Landes passt einfach nicht in einen Urlaubsplan ohne Auto. Aus Deutschland fliegt Lufthansa direkt aus Frankfurt und München nach Lissabon in unter vier Stunden, Eurowings, TUI fly und Condor bedienen Düsseldorf, Köln, Hamburg, Berlin und Hannover Richtung Porto und Faro. Der Hochgeschwindigkeitszug zwischen Lissabon und Porto ist tatsächlich nützlich, doch Sintra, die Weinberge des Douro, die weißen Dörfer des Alentejo, die Algarve-Klippen und Cabo da Roca — der westlichste Punkt des europäischen Festlands — beginnen dort, wo der öffentliche Nahverkehr endet.
Portugal ist gleichzeitig kompakt und sehr abwechslungsreich. An einem einzigen Tag fahren Sie von Granitbergen an den Atlantiksand, durch Pinienwälder und Olivenhaine, und essen zu Mittag in einer Familien-Taverna in einem Bergdorf mit zweihundert Einwohnern.
Portugal mag keine Hektik. Bei der Wahl zwischen Autobahn in 90 Minuten und Küstenstraße in drei Stunden empfehle ich fast immer Letztere — dort findet das echte Portugal statt.
Eine sinnvolle Regel für die erste Reise: Versuchen Sie nicht, alles in einer Woche zu sehen. Wählen Sie eine Seite des Landes und fahren Sie sie ruhig ab, statt zwischen Algarve und Douro auf der Autobahn zu rasen.
Die meisten unserer Reisenden wählen ein konkretes Auto vorab anhand echter Fotos und Bewertungen früherer Mieter — keine Stockbilder.
Wo das Auto sinnvoll ist
In Lissabon und Porto schafft ein Auto im Zentrum mehr Probleme als es löst. Metro, Tram 28, Taxis und Bolt decken alles ab, während die Gassen der Alfama und Ribeira für Menschen und Straßenbahnen gebaut sind. Zwischen beiden Städten ist der Hochgeschwindigkeitszug am bequemsten — drei Stunden für rund 25 €.
Für zwei Tage in Lissabon oder Porto steht der Mietwagen meist ungenutzt. Holen Sie ihn am Tag der Abfahrt nach Sintra, Cascais, Algarve oder Douro ab.
Mietwagen in Lissabon und Auto mieten in Porto werden meist nicht für die Städte gebucht, sondern für Ausflüge: Sintra, Cascais, Cabo da Roca, Douro und Peneda-Gerês.
An der Algarve ist ein Auto noch wichtiger. Mietwagen in Albufeira oder Mietwagen in Faro öffnet Dutzende Buchten zwischen Lagos und Sagres, die Busse kaum anfahren.
Algarve mit Auto und Algarve mit Bus sind zwei verschiedene Länder. Die schönsten Strände stehen in keinem Fahrplan — man erreicht sie über Schotterpisten.
Mietwagen auf Madeira ist eine eigene Geschichte: Festland-Anbieter operieren dort nicht — der Wagen wird auf der Insel gebucht.
Autos in beliebten Gebieten durchsuchen
Die meisten Touristen in Portugal beginnen ihre Reise hier
Das passende Auto für Ihre Strecke
Portugal funktioniert sehr gut mit kleinen Hatchbacks: Renault Clio, Peugeot 208, Fiat 500, VW Polo oder Hyundai i10. In den historischen Zentren von Lissabon, Porto und Évora ist ein Parkplatz oft so breit wie ein Schritt — ein großes Auto wird täglich zum Kampf. Hatchback-Preise starten bei 20–25 € pro Tag in der Nebensaison und steigen auf 25–35 € im Hochsommer.
In der Alfama und Ribeira sind die Parkplätze so groß wie ein einziger Kleinwagen. Ein SUV passt nicht an den Bordstein, und Sie suchen jeden Abend einen anderen Platz.
Wenn Ihre Route viele Berge enthält — Douro, Gerês oder Serra da Estrela — ergibt ein Diesel oder ein kleiner SUV mehr Sinn. Drehmoment am Berg zählt mehr als Hubraum, und ein Diesel verbraucht im Schnitt ein Viertel weniger. Ein Crossover der Mittelklasse kostet 45–70 € pro Tag und rechnet sich auf den Kehren Madeiras.
Für Strecken mit Douro oder Gerês empfehle ich immer Diesel. An einem steilen Anstieg ermüdet ein schwacher Benziner mit Automatik schneller als der Anstieg selbst.
Kautionsbetrag und Zahlungsweise sind auf der Fahrzeugseite vor der Buchung sichtbar. Am Schalter gibt es keine Überraschungen mit der Zahl, und der Vertrag enthält kein Kleingedrucktes.
Ein Schaltgetriebe ist 15–25% günstiger als die Automatik und gibt mehr Kontrolle bei langen Abfahrten. Die meisten Verträge enthalten unbegrenzte Kilometer — bei günstigen Tarifen lieber prüfen.
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Via Verde ist bereits in jedem Mietwagen verbaut
Sie müssen keinen Transponder kaufen oder Mautstrecken meiden; ein Gesetz von 2023 verpflichtet alle Vermieter, das Gerät in jedem Fahrzeug zu installieren.
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Gasolina ist Benzin, Gasóleo ist Diesel
Die Wörter sehen fast identisch aus, doch eine Falschbetankung kostet 500–2 000 € für Tankreinigung, Abschleppen und Gebühren.
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Geparkt wird nur in Fahrtrichtung
Wenn ein Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite frei ist, müssen Sie zum nächsten Kreisverkehr fahren und wenden; das Überqueren der Straße zum Parken ist nicht erlaubt.
Mautstraßen, Via Verde und elektronische Mautbrücken
Portugal ist eines der wenigen Länder Europas, wo der Mauttransponder gesetzlich in jedem Mietwagen verbaut sein muss. Dekret 84-C/2022 gilt seit 8. Januar 2023. Bei Ankunft müssen Sie nichts kaufen.
So funktioniert Via Verde
Der Transponder hinter der Windschutzscheibe wird im Vorbeifahren erfasst. An der Mautstation fahren Sie mit bis zu 60 km/h durch den grünen Streifen. Der Vermieter berechnet 2–4 € Tagespauschale und stellt die Fahrten in Rechnung.
Der Via-Verde-Transponder arbeitet automatisch. Mautgebühren erscheinen auf der Endrechnung oder als separate Kartenbuchung innerhalb von drei bis fünf Tagen.
Unsichtbare Mautbrücken
Im Süden gibt es Free-Flow-Strecken — die A22 an der Algarve sowie Abschnitte der A4, A24 und A25. Keine Schranken, keine Häuschen, nur Kameras. Ohne Via Verde wird die Fahrt automatisch zum Bußgeld.
Die A22 an der Algarve hat weder Häuschen noch Schranken — nur Kameras. Mit Via Verde wird alles automatisch abgebucht.
Was Strecken kosten
Die A1 Lissabon–Porto sind drei Stunden und 21,90 €. Die parallele N1 sind fünf Stunden und null Euro. Mit Zeit ist die zweite Option interessanter — man sieht das Land.
Lissabon–Porto über die A1 — rund 21,90 € pro Richtung. Lissabon–Algarve über die A2 — rund 30 €. Alternative sind die Nationalstraßen N: dieselbe Strecke Lissabon–Porto über die N1 dauert fünf Stunden und kostet null Euro.
Routen für Portugal mit dem Auto
Die Hauptregel für jeden portugiesischen Roadtrip — nicht alles auf einmal. Straßen, Weinberge und Aussichtspunkte verlangsamen jeden Zeitplan.
Lissabon — Sintra — Cascais
Morgens Pena und Regaleira in Sintra, mittags Cabo da Roca, dann über Guincho nach Cascais. Etwa 60 km Schleife. Mietwagen in Lissabon passt dazu.
Sintra im Regen ist fast wie Hogwarts. Bei trockenem Wetter bis acht starten: Nach zehn sind die Parkplätze voll und die Schlange zur Regaleira eine Stunde lang.
Das Douro-Tal
Von Porto über die N108 nach Peso da Régua und Pinhão — etwa 120 km zwischen Weinterrassen. Dann die N222, eine der schönsten Straßen Europas. Mietwagen in Porto ist Pflicht.
Das Douro von der Straße aus ist etwas, wofür man alle fünf Minuten halten möchte. Zwischen Pinhão und Régua liegen Aussichtspunkte, für die ein Umweg lohnt.
Algarve
200 km Südküste: Buchten, Ponta da Piedade, Benagil, Carvoeiro. Mietwagen in Albufeira oder Mietwagen in Faro macht die Strecke flexibel.
Die schönsten Algarve-Strände stehen in keinem Busfahrplan. Man erreicht sie über Schotterpisten und ist oft allein.
Alentejo und Madeira
Alentejo besteht aus Ebenen und weißen Hügelstädtchen. Mietwagen auf Madeira wird auf der Insel gebucht.
Die Tarife in Portugal variieren je nach Saison und Mietdauer.
- Januar
- Februar
- März
- April
- Mai
- Juni
- Juli
- August
- September
- Oktober
- November
- Dezember
- Jan
- Februar
- März
- Apr.
- Mai
- Jun
- Jul
- Aug
- Sep
- Okt.
- Nov.
- Dez.
Häufige Fragen zum Mietwagen in Portugal
Nein. Deutschland und Portugal sind beide in der EU und im Schengen-Raum, die Einreise erfolgt mit Personalausweis oder Reisepass ohne Grenzkontrolle. Touristischer Aufenthalt bis zu 90 Tagen ohne Formalitäten. Portugal verwendet den Euro, Wechselkurs entfällt komplett – der Mietwagen wird in derselben Währung wie zuhause bezahlt.
Lufthansa fliegt direkt aus Frankfurt und München nach Lissabon (rund 3,5 Stunden). Eurowings bedient Düsseldorf und Köln, TUI fly und Condor verbinden Berlin, Hamburg, Hannover und Frankfurt mit Faro und Funchal – Algarve und Madeira sind Saisonschwerpunkte. Ryanair fliegt aus Berlin, Memmingen und Frankfurt-Hahn nach Porto und Faro. Frühbuchung 6–8 Wochen vorab ist meist am günstigsten.
Der deutsche Führerschein wird direkt anerkannt – Deutschland ist EU-Mitglied, ein internationaler Führerschein (IDP) ist nicht nötig. Auch österreichische und Schweizer Führerscheine gelten ohne Zusatz. Den Originalführerschein immer im Auto mitführen, dazu Personalausweis oder Reisepass und Mietvertrag.
Internationale Ketten verlangen für die Kaution fast immer eine Kreditkarte. Bei lokalen Partnern und über TakeCars ist häufig eine Lösung mit Debitkarte möglich: Sie zahlen 15–20 % online, den Rest bei der Übergabe bar oder per Debitkarte und hinterlegen die Kaution bar oder als Kartenreservierung. Girocards werden nur eingeschränkt akzeptiert; eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte ist zuverlässiger.
In der Regel gilt ein Mindestalter von 21 Jahren bei mindestens einem Jahr Fahrerfahrung. Der Jungfahrerzuschlag unter 25 Jahren beträgt 10–25 € pro Tag – etwas höher als der EU-Durchschnitt. Premium und SUVs verlangen oft 25 Jahre und drei Jahre Fahrerfahrung. Die obere Altersgrenze liegt meist bei 70–75.
Via Verde ist der portugiesische Transponder für die elektronische Maut. Seit Januar 2023 ist er in Mietwagen vorgeschrieben, sodass Sie selbst nichts kaufen oder registrieren müssen. Der Vermieter berechnet meist 2–4 € pro Nutzungstag und stellt zusätzlich die tatsächlich angefallenen Mautgebühren in Rechnung. An der Mautstation nutzen Sie die grün markierte Via-Verde-Spur und fahren höchstens 60 km/h.
Ja. Jede Autobahn hat eine parallele mautfreie Nationalstraße der Serie N. Lissabon–Porto über die A1 sind drei Stunden und 21,90 €; über die N1 sind es fünf Stunden für null Euro. Die N-Straßen sind langsamer und führen durch kleine Orte, dafür landschaftlich. „Mautstraßen vermeiden“ in Google Maps funktioniert zuverlässig.
Die Standardkaution beträgt 500–2.000 €. Sie wird auf einer Kreditkarte blockiert und meist 3–14 Werktage nach der Rückgabe freigegeben. Bei ausgewählten Fahrzeugen lokaler Partner beginnt die Kaution bei 300 €; mit einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung sind teilweise auch Tarife ohne Kaution erhältlich. Höhe und Zahlungsweise werden vor der Buchung auf der Fahrzeugseite angezeigt.
Die meisten Verträge erlauben Fahrten nach Spanien; andere EU-Länder müssen häufig vorab genehmigt werden. Einige Tarife sehen eine einmalige Gebühr von 50–150 € für Grenzfahrten vor. Der portugiesische Via-Verde-Transponder gilt grundsätzlich nur in Portugal. In Spanien wird VIA-T verwendet, wobei manche neueren Transponder mit beiden Systemen kompatibel sind.
Nein. In Portugal muss ein Fahrzeug in Fahrtrichtung geparkt werden. Wenn sich ein freier Platz auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet, müssen Sie zunächst wenden und dann in Fahrtrichtung einparken. Diese Regel ist für viele Besucher ungewohnt.
Innerorts gelten 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Anders als in Deutschland gibt es keine Abschnitte ohne Tempolimit; auf Autobahnen gilt außerdem eine Mindestgeschwindigkeit von 50 km/h. Die allgemeine Promillegrenze beträgt 0,5 ‰, für Fahrer mit weniger als drei Jahren Fahrerfahrung 0,2 ‰. Geschwindigkeitsverstöße können 60–2.500 € kosten.
Madeira und die Azoren bilden einen eigenen Mietmarkt: Festland-Anbieter operieren dort nicht, das Auto wird auf der Insel gebucht. Auf Madeira eignen sich Hatchback oder kompakter Crossover am besten – Kehren und enge Tunnel. Auf den Azoren sind kleine SUVs und gelegentlich Allrad nützlich. Preise vergleichbar mit dem Festland, Auswahl kleiner.
112 wählen – die europäische Notrufnummer. Fahrzeuge bis zur Polizei nicht bewegen, außer Sie blockieren den Verkehr. Beteiligte, Schäden, Kennzeichen und Umfeld fotografieren. Den Europäischen Unfallbericht (Declaração Amigável) ausfüllen. Bei Verletzungen ist der Polizeibericht Pflicht. Den Vermieter binnen 24 Stunden informieren.
Gasolina ist Benzin, Gasóleo ist Diesel. Die Wörter sind nahezu identisch und gehören zu den klassischen Reisefallen. Eine Falschbetankung kostet 500–2 000 € für Reinigung, Abschleppen und Gebühren. Achten Sie immer auf die Pistole, die Zahl (95 oder 98) oder das Wort Gasóleo. Den Kraftstofftyp bei der Fahrzeugübergabe bestätigen.
Ein kleiner Hatchback startet bei 20–25 € pro Tag in der Nebensaison und 25–35 € in der Hochsaison Juni bis September. Mittlere SUVs 45–70 €, Premium 80–200 €. Am Flughafen Lissabon können die Tarife in Spitzenwochen über 90 € pro Tag für einen Kleinwagen klettern. Eine Buchung zwei bis drei Wochen vorab ist meist am günstigsten.